Namibia wird von den Europäern entdeckt

Diego Cão erreicht 1486 Cape Cross

Im Jahr 1486 errichtete der portugiesische Seefahrer Diego Cão ein Steinkreuz an der namibischen Atlantikküste am heutigen Cape Cross. Cão segelte im Auftrag von König Johann II. von Portugal. Er sollte auf dem Seeweg Afrika umrunden, was ihm allerdings nicht gelang. 1893 entdeckte der deutsche Kriegschiffkapitän Becker dieses Kreuz und ließ es zuerst durch eine hölzerne und zwei Jahre später durch eine Nachbildung aus Granit ersetzen. Das Originalkreuz kann heute im Museum für Deutsche Geschichte in Berlin besichtigt werden.

Im Jahr 1487 errichtete der Portugiese Bartolomeu Diaz in der heutigen Lüderitzbucht ein weiteres Steinkreuz.

Bantu-Völker und Ovambo dringen nach Namibia ein

Durch die großen Bantu-Wanderungen im 15. und 16. Jh. drangen Bantu-Völker, insbesondere Hereros, vom Nordosten her nach Namibia ein. Diese brachten Keramik, Eisen, Kupfer, Zuchtvieh und Kulturpflanzen mit ins Land. Ab ca. 1600 drangen die Ovambo von Zentralafrika aus in den nördlichen Teil des Landes ein und ließen sich als Ackerbauern am Kunene nieder. Die Ovambo stellen heute die größte Volksgruppe in Namibia.

Bereits im 17. Jh. wurde die Lagune von Walvis Bay als Anlaufstelle für europäische Walfänger genutzt. 1793 okkupierte die holländische Regierung der Kapregion Walvis Bay, Angra Pequena (die heutige Lüderitzbucht) und weitere Küstenregionen.

Herero siedeln sich in Namibia an

Im 18. Jh. siedelten sich die Herero in Zentralnamibia an. Diese waren über das Kaokoveld im Nordwesten weiter ins Landesinnere vorgedrungen.

Die Londoner Missionsgesellschaft begann 1806 mit der Missionierung des Namalandes, um 1840 beginnt die Missionstätigkeit der Rheinischen Missionsgesellschaft.

Um 1850 begannen europäische Unternehmen, vorallem britische, in der Region Kupfer abzubauen.

Orlaam und Baster lassen sich in Namibia nieder